Gesteine

Ein Gestein ist ein natürliches Gemenge von Mineralen, Bruchstücken von Steinen und/oder Organismenresten. Hier wird eine Auswahl von Festgesteinen präsentiert, besonders im Hinblick auf Tektonik, Verbandsverhältnisse und Erstarrungsformen.
Lamprophyr im Plutonit

Serra de Monchique, Portugal

Lamprophyre sind dunkle Ganggesteine, feinkörnig und reich an mafischen Mineralen. Vom Gefüge ähneln sie Vulkaniten, treten aber zusammen mit magmatischen Tiefengesteinen (Plutoniten) und Metamorphiten auf.
Foto aus dem Jahr 2010
Gefaltete Schiefer

Kantabrien, Spanien

Die ehemals tonigen Sedimente wurden während der Variszischen Gebirgsbildung leicht metamorphosiert und intensiv gefaltet.
Foto aus dem Jahr 2008
Feuersteine am Strand

Nationalpark "Jasmund", Rügen,
Deutschland


Feuersteine sind sedimentär entstandene Knollen aus dichter Quarzsubstanz. Auf Rügen treten sie als Konkretionen im kretazischen Kalkstein auf und reichern sich aufgrund ihrer Verwitterungsbe-ständigkeit und hohen Härte am Strand an.
Foto aus dem Jahr 2008
Basaltsäulen

Flores, Azoren, Portugal

Basalt ist ein häufiges Vulkangestein der Erdkruste. Es besteht hauptsächlich aus Plagioklas und Pyroxen, häufiger auch Olivin oder Hornblende. Geringe Mengen an Quarz oder Nephelin können enthalten sein. Das Gestein schrumpft bei der Abkühlung und bildet bei geeigneten Bedingungen eine säulige Klüftung parallel zum Temperaturgradienten.
Foto aus dem Jahr 2007
Schiefer und Quarzit

Val Blenio, Tessin, Schweiz
Bildbreite: 40 cm


Gefaltetes Gesteinspaket aus dunklen Schiefern und weißem Quarzit. Der härtere Quarzit lässt sich nicht so leicht falten und bildet tendenziell dickere Lagen und Linsen. Die abgebildeten Gesteine gehören zu der Einheit, die in der regionalen Alpengeologie als "Bündnerschiefer" bezeichnet wird.
Foto aus dem Jahr 2011
Pillow-Lava

Kreta, Griechenland

Typische Erstarrungsform basaltischer Gesteine bei submarinen Eruptionen. Unter Wasser kann austretende Lava keine größeren Ströme bilden und weitere Strecken fließen wie es an Land der Fall sein kann. Durch die wesentlich schnellere Erkaltung und oberflächliche Erstarrung entstehen nur sack- oder kissenförmige gerundete Lavakörper. Diese platzen an einer Stelle auf, nachfließende Schmelze bildet den nächsten Lavakörper.
Foto aus dem Jahr 2011
Dunit-Xenolithe im Basalt

Lanzarote, Spanien
Bildbreite: 12 cm


Dunite sind Gesteine, die hauptsächlich aus Olivin bestehen. Sie stammen aus dem oberen Erdmantel und wurden vom aufsteigenden basaltischen Magma mitgerissen. Die Dunite sind im Basalt Fremdgesteine (Xenolithe) und werden in dieser Form oft als Olivin-Knollen bezeichnet.
Foto aus dem Jahr 2012
Tonschiefer und Grauwacken

Costa Vicentina, Portugal

Tektonisch steilgestellte Schichten am Strand. Die dunkelgrauen Tonschieferlagen sind weicher und werden von der Brandung schneller erodiert. Die härteren Grauwacken dagegen ragen aus dem Gesteinspaket heraus.
Foto aus dem Jahr 2010
Pahoehoe-Lava

Pico, Azoren, Portugal

Die gasreiche und relativ dünnflüssige Lava-Art bildet sanfte gerundete Oberflächenformen. In einem Lavastrom erstarrt die Oberfläche zuerst und bildet eine Haut, die von der unterhalb fließenden Lava verformt wird und dadurch häufig parallele Fältchen entstehen, die an nebeneinander liegende Seile erinnern. Daher auch die alternative Bezeichnung "Stricklava".
Foto aus dem Jahr 2007
Vulkanische Bombe im Schlackentuff

Eifel, Deutschland
Bildbreite: 1,5 m


Vulkanische Auswürflinge, die mindestens kopfgroß und durch Rotation in der Luft rund geworden sind, werden als vulka-nische Bomben bezeichnet.
Foto aus dem Jahr 2009


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